Eine Prise Gesundheit

Ein Interview über die Power von Zimt, Sternanis & Co mit der Expertin Nina Heine



Pflanze ist nicht gleich Pflanze. Wenn das jemand weiß, dann ist es Nina Heine. Mit ihren Workshops und Seminaren rund um die Kraft und Wirkungsweise von Heilpflanzen und Ernährung coacht Nina Einzelpersonen und Unternehmen. Anlässlich unserer Weihnachtsedition haben wir bei Nina nachgefragt, ob weihnachtliche Gewürze wie Zimt & Co neben einem köstlichen Geschmack auch unserer Gesundheit zugute kommen.


baetter: In unsere Weihnachtsedition kommen klassische Gewürze wie Zimt, Kardamom, Nelken und Sternanis zum Einsatz, die in Kombination himmlisch nach Weihnachten schmecken. Kannst Du Dir erklären, warum genau diese Gewürze in der Winterzeit genutzt werden?


Nina: Meine Erklärung wäre, dass sich diese Gewürze einfach sehr warm anfühlen. Der Geruch ist sehr warm und wie wir alle wissen, ist der Winter bei uns meist kalt und ungemütlich. Und da sehnen wir uns als Menschen vermutlich nach diesem warmen Gefühl. Es hat sicherlich auch damit zu tun, das in der Kultur, in der wir aufgewachsen sind, es üblich ist, dass wir ausgerechnet im Winter verstärkt mit diesen Gewürzen in Verbindung kommen. Also ist es zum Teil auch einfach gesellschaftlich erlernt, dass wir diese Gewürzkombinationen besonders mit dem Winter assoziieren.




baetter: Die Erklärung klingt auf jeden Fall nachvollziehbar! Sind diesen einzelnen Gewürzen denn besondere Wirkungen zuzuschreiben?


Nina: Ja! All diese Gewürze enthalten Inhaltsstoffe, die antientzündlich wirken können. Sternanis hat darüber hinaus eine leicht entkrampfende und beruhigende Wirkung. Die Nelke, besonders das Nelkenöl, hat von all den genannten Gewürzen sicher die am stärksten entzündungshemmende Wirkung und kann zusätzlich auch schmerzstillend sein. Einige Menschen nehmen zum Beispiel bei Zahnschmerzen Nelkenöl als Erste Hilfe Mittel. Kardamom regt die Verdauung an und kann den Magendarmtrakt gleichzeitig beruhigen und einen aufgeregten Magen und Blähungen mildern. Zimt ist bekannt für seine Cumarine. Dieser Stoff sorgt auch für den typischen, leicht süßlichen Duft des Zimts und wirkt anregend, leicht lymphlussfördernd und allgemein zirkulationsfördernd. Einige Menschen befürchten bei dem Verzehr von Zimt eine Blutverdünnung, aber die enthaltenen Cumarine sind nicht zu verwechseln mit Dicumarol. Dieser Stoff ist in Mitteln zur Blutverdünnung enthalten. Zimt enthält einfache Cumarine, es besteht hier also kein Grund zur Sorge. Ich sage trotzdem Achtung! Denn ein sehr hoher Zimtkonsum und generell aller genannten Gewürze kann den Körper belasten. Alle Bestandteile müssen verstoffwechselt werden, und das geschieht über die Leber, die ohnehin genug zu tun hat. Sicherlich besteht keine Sorge, wenn man ein Paar Santa’s No. 1 Cookies oder Zimtsterne isst. Generell gilt der Hinweis zu maßvollem Konsum für alles, was wir zu uns nehmen. Wir spüren unsere Leber zwar nicht, aber sie arbeitet kontinuierlich und fleißig für uns. Deshalb tut es dem Körper wirklich gut, auch mal einfach nur Wasser zu trinken. So können wir unserem Körper auch mal Zeit zur Erholung geben.




baetter: Hast Du noch einen Tipp, welche Kräuter oder Gewürze, die klassischer Weise nicht in Weihnachtsgebäck zu finden sind, uns helfen können, gesund durch den Winter zu kommen?


Nina: Unbedingt! Wenn wir das Gefühl haben, dass um uns herum alle krank werden, oder wir uns angeschlagen fühlen, dann gibt es unendlich viele tolle Helfer. Ich empfehle gerne Cistrosenkraut. Cistrose kann Grippeviren vor dem Eindringen in die Zelle abhalten. Dafür muss man nicht mal den Tee trinken, es ist ausreichend, die Schleimhäute zu benetzen, z.B. durch Gurgeln. Generell hat Cistrose keimhemmende und zellschützende sowie wundheilungsfördernde Eigenschaften. Und mein zweiter Tipp ist der leider sehr teure Manuka Honig. Dieser besondere Honig hat aber eine bemerkenswerte keimhemmende Wirkung. Das heißt schon bei leichtem Halskratzen und anderen Beschwerden kann es sich lohnen, einen, ggf. auch bis maximal drei Löffel pro Tag zu sich zu nehmen, um den Infekt schon zu Beginn einzudämmen. Leider hat der Honig keine so gute CO2 Bilanz, weil er aus Neuseeland kommt. Auch deshalb sollte man ihn wirklich sparsam als Medizin verwenden und nicht etwa als Brotaufstrich. Manuka Honig ist ein echter Schatz! Beim Kauf gibt es einiges zu beachten: Zum Beispiel den sogenannten MGO-Wert. Je höher dieser Wert ist, desto kräftiger kann sich die Wirkkraft entfalten. Das heißt aber nicht, dass man sich sofort den höchsten MGO Wert ins Haus holen muss. Manchmal ist weniger auch mehr. Ich habe immer einen zertifizierten Honig aus dem Reformhaus mit dem MGO Wert 200 oder 400 im Haus. Meine Familie und ich kommen damit sehr gut durch jeden Infekt und ich behaupte, dass wir damit schneller wieder fit sind. Mein Sohn kürzlich bei einem Husten sogar schon nach einem Tag.


baetter: Toll, vielen Dank für die Tipps und das Interview. Wir wünschen Dir ein wunderbare und süße Weihnachtszeit!


Mehr zu Nina Heine, sowie ihren Seminaren und Workshops für Einzelpersonen und Unternehmen findest Du unter www.ninaheine.de




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